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Richtfest für den Kita-Erweiterungsbau am Baikalplatz
Mittwoch, 25. August 2010

„Ich bin stolz und froh, dass ich an diesem wunderbaren Bau mitarbeiten durfte", schwärmt Firmenchef Erhard Preuß, ehe er den traditionellen Richtspruch für den Erweiterungsbau an der Kindertagesstätte „Friedenstaler Spatzen" vorträgt. Ein so gut durchkonstruiertes Vorha-ben habe er selten erlebt.

 

Auch den Kita-Kindern ist die Vorfreude anzumerken, als sie den Bauleuten, den Stadtverordneten und dem Bürgermeister mit ihrem kleinen Programm den regnerischen Tag erhellen. Selbstverständlich dürfen die Kleinen mithelfen, als es gilt, die Richtkrone hochzuziehen. Erhard Preuß, der ehrenamtlich Kinder in Moldavien unterstützt, hat von diesen herzliche Grüße für die Kinder in Deutschland und kleine Naschereien mit dabei. Bürgermeister Hubert Handke und Kita-Leiterin Carola Komorowski überreicht er eine kleine symbolische Richtkrone.


Mit der Realisierung des Anbaus wurde im April dieses Jahres begonnen. Bei planmäßigem Ablauf aller Arbeiten wird dieser Teil der insgesamt drei geplanten Bauabschnitte bis Ende des Jahres fertig gestellt sein. Im städtischen Haushalt stehen für die Umsetzung des Erweiterungsbaus finanzielle Mittel in Höhe von 1,2 Mio € zur Verfügung.


Zusätzlich zum Erweiterungsneubau sind im nächsten Jahr weitere umfangreiche Umbauar-beiten im Innenbereich der Kita „Friedenstaler Spatzen" am Baikalplatz und die Hüllensanie-rung im Rahmen der Umsetzung des Zukunftsinvestitionsgesetzes (Konjunkturpaket II) vor-gesehen. Die ursprüngliche Kita am Baikalplatz wurde Ende der siebziger Jahre als Kinderkrip-pe/Kindergarten durch das Wohnungsbaukombinat Berlin errichtet. Es handelt sich um einen Skelettbau aus Stahlbetonfertigteilen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Bau-maßnahmen realisiert, um das Bauwerk für die gestiegenen Anforderungen, beispielsweise des Brandschutzes, zu ertüchtigen und insbesondere die Sanitärbereiche zeitgemäß herzurichten. Seit mehreren Jahren wird das Gebäude durch zwei verschiedene Träger mit unterschiedlichen Betreuungsprofilen genutzt: Im südlichen Gebäudeteil, der früheren Kinderkrippe, hat sich das von der AWO betriebene Frühförderzentrum „Rappelkiste" mit Ausrichtung auf in-tegrative Betreuung behinderter Kinder entwickelt, das inzwischen die gesamte Gebäudehälf-te benötigt. Also werden zukünftig zwei der bisher noch von der städtischen Kita „Friedensta-ler Spatzen" genutzte Räume der AWO-Kita „Rappelkiste" zur Verfügung gestellt. Um einer-seits dafür einen Ersatz zu schaffen und andererseits den zukünftig weiter steigenden Kinder-zahlen an diesem Standort gerecht zu werden, wurde die Erweiterung notwendig. Durch diese entstehen vier neue Gruppenräume, sowie ein Sport- und Mehrzweckraum. Gleichzeitig wird eine bauliche und versorgungstechnische Trennung beider Nutzungseinheiten erfolgen.


Der Erweiterungsbau wird als eigenständiger Baukörper östlich des Bestandsgebäudes im Bereich der Freispielfläche errichtet und mit einem Verbindungsgang und südlich vorgelager-tem Balkon mit der vorhandenen Einrichtung verbunden. Trotz der Überbauung ist die ver-bleibende Außenspielfläche für die Einrichtung groß genug. Durch Neubau und Verbinder wird die Freispielfläche räumlich in einen Aufenthaltsbereich für Krippenkinder von etwa 614 m² und eine Außenspielfläche für Kindergartenkinder von ca. 1.760 m² unterteilt. Mit den Balkonflächen erhält die Kita außerdem wieder eine witterungsgeschützte Außenspielfläche von ca. 33 m² auf allen Ebenen.
Der Neubau besteht aus drei Geschossen, ist ca. 12 m tief und etwas über 21 m lang. Der Zu-gang zum Erweiterungsbau erfolgt über die Erschließungs- und Treppenhausachsen des Be-standsgebäudes. Auf diese Weise werden in zwei Geschossen insgesamt vier Gruppeneinhei-ten geschaffen, welche durch Krippenkinder genutzt werden. Im 3. Obergeschoss entsteht ein größerer Bewegungsraum, der als Sportraum durch alle Kinder und auch für Veranstaltungen mit den Eltern genutzt werden kann. Der Erweiterungsbau erhält ein eigenes Treppenhaus. Durch den Verbindungsgang wird sowohl für den Anbau als auch für das Bestandsgebäude in jeder Etage ein zweiter Rettungsweg zugänglich gemacht.


Die Gruppenräume werden in Form von jeweils zwei Räumen mit gemeinsamem Garderoben- und Sanitärraum realisiert. Die beiden Gruppenräume sind durch eine zweiflügelige Schiebetür verbunden und können gemeinsam genutzt werden. Ein separater Schlafraum ist jedem Grup-penraum zugeordnet.

 


 
 
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