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13. September: Auch in Bernau Tag des offenen Denkmals
Dienstag, 25. August 2009

Alljährlich öffnen am zweiten Sonntag im September Häuser und Einrichtungen ihre Türen und Tore, die nicht jeden Tag zugänglich sind. Es werden Geschichten erzählt, um Geschichte lebendig werden zu lassen.

 

Erstmals wurde der Tag des offenen Denkmals 1984 in Frankreich veranstaltet und hatte auf Anhieb einen überraschend großen Erfolg. Schnell nahmen sich andere europäische Länder der Idee an, den Denkmalschutz innerhalb eines Aktionstages erlebbar zu machen. Seit 1991 gibt es den „European Heritage Day" europaweit, 2008 beteiligten sich 49 Länder. 20 Millionen Menschen machten von dem Angebot Gebrauch, Kulturdenkmale neu zu entdecken oder einmal mit anderen Augen und eventuell mit dem Blick hinter die „Kulissen", von oben herab oder auch aus der Tiefe zu erleben.

 

Auch in Bernau wird seit vielen Jahren ein Tag des offenen Denkmals organisiert. In denkmalgeschützten Bauten, Kirchen, Museen und Galerien werden am 13. September besondere Veranstaltungen und Führungen angeboten.

 

Der Tag steht in diesem Jahr bundesweit unter dem Motto „Historische Orte des Genusses". In Bernau kann man sich auf historische Kneipentour begeben.

 

Geöffnete Baudenkmäler und Einrichtungen:

Baudenkmal Bundesschule Bernau-Waldfrieden

Bauhausensemble von Hannes Meyer und Hans Wittwer

Hannes-Meyer-Campus 9

10 bis 12 Uhr: Führung durch den Meyer-Wittwer-Bau und die anschließenden Außenanlagen

 

Dorfkirche Birkholz

Geöffnet: 10 bis 17 Uhr; Führung: 14 Uhr (und nach Bedarf), 17 Uhr: Konzert des Flötenkreises Lobetal unter Leitung von Ulrike Röhrig und Orgelmusik mit dem Organisten Klaus-Dieter Pohl

 

Dorfkirche Börnicke

Geöffnet: 10 bis 16 Uhr, Führung: 11 Uhr, 16 Uhr: Bläserkonzert mit dem Blechbläserensemble der Kantorei Bernau

 

Dorfkirche Ladeburg

Geöffnet: 11.30 bis 18 Uhr

 

Galerie Bernau

Bürgermeisterstraße 4, geöffnet: 10 bis 17 Uhr

Ausstellung: Wolfgang Primbnow - Malerei

Schon das Verweilen im historischen Innenhof ist ein Genuss. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen.

Im Atelier: Ständige Verkaufsausstellung: Keramik von Hedwig Bollhagen

 

Gasometer/Blaues Wunder (Stadtwerke Bernau)

Heinersdorfer Straße/Lohmühlenstraße, geöffnet: 10 bis 17 Uhr

Ganztägig: Öffnung der Außentreppe des Gasbehälters bis zur Aussichtsplattform

 

Henkerhaus und Steintor (Heimatmuseum der Stadt Bernau bei Berlin)

Geöffnet: 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr

Sonderausstellung im Henkerhaus:

Bernauer Gaststätten im Bild - Eine historische Postkartensammlung

 

Herz-Jesu-Kirche

Ulitzkastraße/Bahnhofstraße, geöffnet: 14.30 bis 18 Uhr

 

Ladengalerie/Werkstattladen

Brauerstraße 4, geöffnet: 10 bis 13 Uhr, Ausstellung: „Kalligrafische Werke von Andreas Frohloff"

 

Schloss und Gutshof Börnicke

Ernst-Thälmann-Straße 1, geöffnet: 11 bis 17 Uhr

Ab 11 Uhr stündlich bis 16 Uhr: Schlossbesichtigung mit Führung „Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Schlossanlage Börnicke", 14 Uhr: Vortrag - „Bruno Paul - Wegbereiter der Moderne und Architekt von Schloss Börnicke"

Atelier der Malerin Blueaquin

Geöffnet: 11 bis 17 Uhr

Gutshof: 10 bis 17 Uhr: „Börnicker Bauernmarkt" - Angebot von Produkten aus der Region und buntes Markttreiben

 

Speicher auf dem Gutshofgelände/ KulturGut e. V.

Ernst-Thälmann-Straße 1, geöffnet: 10 bis 17 Uhr

Über den Tag: Filzen für die ganze Familie in vergnüglicher Runde. Alte Filztechniken werden vorgestellt, und es kann selbst gefilzt werden. Die Börnicker Landfrauen warten mit kulinarischen Überraschungen auf.

 

St.-Georgen-Kapelle

Mühlenstraße, geöffnet: 10 bis 16 Uhr

 

St.-Marien-Kirche

Kirchplatz, geöffnet: 11.30 bis 17 Uhr, Führung durch die Kirche: 11.30 Uhr

Dachstuhlführungen: 12, 13, 15 und 16 Uhr

14 Uhr: Ausstellungseröffnung - Martin Rupprecht „Bühnenbildentwürfe zur Zauberflöte"

15 Uhr: Konzert der Teilnehmer des Workshops „Das Neue von heute ist das Alte von morgen" (Ein Kooperationsprojekt des Fördervereins St. Marien Bernau e. V. und der Musikschule Barnim)

 

Sonderveranstaltung unter dem Motto „Historische Orte des Genusses"

Bernaus Stadtgeschichte begann der Sage nach mit einer Kneipengeschichte: Um das Jahr 1140 befand sich Albrecht der Bär, Markgraf aus dem Hause der Askanier, auf Bärenjagd. Die Jagd war anstrengend, musste sich doch der Ritter mit seinem Gefolge durch die Urwälder an der Panke schlagen. Schnell ermüdeten solche Mannen. Da kam ihnen der Waldkrug, der recht einsam am Weg lag, gerade recht. Der Wirt war gastfreundlich, das ausgeschenkte Bier außerordentlich wohlschmeckend, so dass Albrecht der Bär beschloss, an dieser Stelle eine Stadt zu gründen. Das sollte später Bernau werden. Damit begann die Geschichte dieser Stadt mit einem Krug Bier - so sagt es jedenfalls die Legende.

 

Nichts wäre also nahe liegender als das diesjährige Motto zum Tag des offenen Denkmals „Historische Orte des Genusses" aufzugreifen und die „Kneipengeschichten" der Stadt Bernau zu erzählen.

 

„Auf historischer Kneipentour" - Ein Streifzug durch die Bernauer Innenstadt

Es wird historischen Orten des Genusses nachgespürt - denen, die es noch gibt und denen, die es nicht mehr gibt. Treff: 10 Uhr Galerie Bernau, Bürgermeisterstraße 4. Der Streifzug durch die Innenstadt wird geführt von Utz Gennermann (Heimatmuseum Bernau) und René Puttlitz (Museumskundler).

 

Route: Galerie Bernau - Schwarzer Adler, Berliner Straße - ehem. Gerichtslaube, Breitscheidstraße - ehem. Gaststätte „Am Stern", Weißenseer Straße - ehem. Wallcasino, Berliner Straße - ehem. „Haus der Einheit" und Mühlencafé, Mühlenstraße - ehem. Elysium, Hussitenstraße - ehem. „Glaskasten", Bahnhofstraße - „Leiterwagen", An der Stadtmauer - ehem. HOG Am Steintor - ehem. Kronenwirt, L.-Braille-Straße - ehem. Feigling, Brauerstraße - Zickenschulze, Brauerstraße - ehem. Bernauer Brauerei, Bürgermeisterstraße.

 

Der Streifzug endet, wo er begonnen hat - in der Galerie. Wer dann nach absolvierter historischer, aber „trockener" Kneipentour Appetit auf ein stärkendes Bernauer Schwarzbier hat wie anno dazumal Albrecht der Bär, wird es dort bekommen.

 


 
 
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