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Steintor
Das Steintor
Das Steintor

Berliner Straße
Telefon: (03338) 29 24

Öffnungszeiten von Mai bis Oktober
Dienstags - Freitags: 9.00 Uhr - 12.00 Uhr

und 14.00 Uhr - 17.00 Uhr

Samstags und Sonntags: 10.00 Uhr - 13.00 Uhr

und 14..00 Uhr - 17.00 Uhr

Verwaltung
Breitscheidstraße 43c
Tel.:(0 33 38) 70 04 96

Stadtführungen nach Voranmeldung in der Verwaltung

Diese Sammlung mittelalterlicher Waffen, die 1714 erstmals inventarisiert wurde, hielt man für Beutestücke, welche ein Bernauer Aufgebot 1432 bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt gegen einen hussitischen Heerhaufen errungen habe. Deshalb wurde das Bernauer Museum auch als das 1. "Hussitenmuseum" der Welt eröffnet (zwar war schon 1880 in Tabor das heutige Hussitenmuseum entstanden, doch dieses hieß damals noch Heimatmuseum).

Rekonstruktion des Steintors aus dem 15. Jahrhundert

Erst 1925/26 wurde der Irrtum bezüglich der Rüstungen aufgeklärt, als sie zum Restaurieren ins Zeughaus nach Berlin kamen. Dort erkannten Spezialisten in ihnen die mittelalterliche Bewaffnung der Bernauer Bürger. In Bernau existierte eine besondere Form der "Besteuerung" brauberechtigter Bürger, die im Verteidigungsfalle geharnischt zu erscheinen hatten. Starb aber ein brauberechtigter Bürger, ohne männliche Erben zu hinterlassen, fiel seine Rüstung an die Stadt, welche sie in der Rüstkammer zusammen mit anderen Waffen aufbewahrte. So kann die Bernauer Harnischsammlung als Zeichen bürgerlicher Wehrhaftigkeit betrachtet werden. Sie zeugt vom Kampf gegen feudale Willkür (Raubritter) und vom Mitwirken der Stadt im Brandenburgischen Städtebund.

Die sogenannte Rüstkammer im Steintor

Der ursprünglich beabsichtigte Charakter des Museums als Waffenmuseum ist hier, auch wenn die Ausstellung mehrfach umgestaltet worden ist, erhalten geblieben. Der Grundstock der Sammlung von Schussgeräten wurde 1925 durch Feuerwaffen aus dem Bestand des Berliner Zeughauses ergänzt. So wurde es möglich, die Entwicklung von der Armbrust bis zum Repetiergewehr umfassend zu verdeutlichen. Dabei erweisen sich die gezeigten "Gewaltwerkzeuge" sowohl als Zeichen für die Entwicklung der Technik und des Handwerks als auch als Mahnung für uns Lebende.
Bemerkenswerte Stücke in der Sammlung sind zwei Wallarmbrüste mit deutscher und englischer Winde aus dem 15./16.Jh., eine Stangen- bzw. Hakenbüchse sowie ein Jagdgewehr mit Luntenschloss aus dem 16./17.Jh. Ergänzt wird die Ausstellung durch Stangen- und Blankwaffen aus dem 16. - 19.Jh. sowie durch Wallbüchsen.

Schon seit der Gründung des Museums gab es Bestrebungen, neben der mittelalterlichen Waffenschau auch die Entwicklung der Stadt und ihrer BierkrügeGewerbe darzustellen. Seit 1953 werden nun auch Sachzeugen gezeigt, die einen Einblick in die Entwicklung der Stadt geben. Im 1.Obergeschoß zeugen Luftzeichen, Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände sowie Hochzeits- und Erinnerungsbänder vom Leben, Wirken und Brauchtum der Bernauer Handwerker. Hier finden wir auch noch Spuren des einstmals so beliebten und hoch geschätzten Bernauer Bieres in Form von Flaschen, Krügen und Ausschankzeug, denn die Brauerei gibt es in Bernau schon lange nicht mehr.

Die Bierbrauerei war für Bernau früher ein wichtiger Wirtschaftszweig. 146 Brauhäuser bei 320 Hausstellen mit einer Jahresproduktion von über 30.000 Tonnen Bier belegen dies. Schließlich wurde das Bernauer Bier, ein "männerbezwingender Starktrunk" wie es hieß, in über 200 Orte außerhalb der Mark Brandenburg ausgeführt. Ob seiner Qualität wurde das Bier auch oft als Ehrentrunk gereicht.


 
 
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