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Henkerhaus
Das Henkerhaus

Das HenkerhausAm Henkerhaus

Telefon: (03338) 22 45
ganzjährig geöffnet
Di.-Fr.: 9 - 12 und 13 - 17 Uhr
Sa. und So.: 10 - 13 und 14 - 17 Uhr

Verwaltung:
Hohe Steinstraße
Telefon: (03338) 56 41

Malerisch an der Stadtmauer gelegen, das Dach mit Efeu bewachsen, findet der Besucher Bernaus in der Nähe jener Stelle, wo bis 1884 das Mitteltor stand, ein einzelnes altes Haus. Dies ist das Henkerhaus, die ehemalige Scharfrichterei in Bernau. Deshalb die drei Galgenvögel auf dem Wegweiser, und deshalb steht das Haus so abseits, denn wer wollte schon mit dem Henker Tür an Tür wohnen, zumal dieser zugleich die Obliegenheiten des Abdeckers in 40 umliegenden Gemeinden zu erfüllen hatte.

Ein anrüchiges Gewerbe im doppelten Sinne. Seit wann in Bernau ein Henker ansässig war, lässt sich bis heute nicht mehr sagen. In alten Chroniken ist das Wirken eines Henkers in Bernau vom 15. bis in das 19.Jh nachweisbar. Das Haus, ursprünglich ein in Ständerbauweise errichteter Fachwerkbau, stammt aus dem 17.Jh. Nach langjähriger Restaurierung ist es heute zu bewundern, wie es nach seinem Um- und Ausbau im 19.Jh. aussah.
Gar grausam wurde die Gerichtsbarkeit im Mittelalter gehandhabt. Schon für geringste Vergehen verhängte man drakonische Strafen, sehr oft die Todesstrafe. Häufig zur Anwendung kam die scheußlichste Form aller "Rechtsmittel", die hochnotpeinliche Befragung, das heißt Tortur oder Folter. Dagegen scheinen andere Formen der Bestrafung eher harmlos, so der Schandstein, mit welchem zänkische Weiber und Ehebrecherinnen, je nach Urteil bekleidet oder unbekleidet, "zur Zierde" behängt durch die Stadt geführt wurden. Von alledem zeugen mehrere bemerkenswerte Ausstellungsstücke, so unter anderem ein Richt- oder Schlagrad, ein Richtschwert, Folterinstrumente, Schandgeigen und Schandmasken sowie besagter Stein. In weiteren Räumen finden sich Sachzeugen zur Lebensweise der Bürger unserer Stadt.

Die Küche

Besondere Beachtung sollte auch die "Schwarze Küche" finden. Nach bauarchäologischen Befunden wurde die alte Kochstelle rekonstruiert und vermittelt, ergänzt durch andere Sachzeugen, ein anschauliches Bild des Alltagslebens vom 17. bis 19. Jahrhundert.

Das Richtrad im Keller

Seit 1976 ist das Haus eine Abteilung des Heimatmuseums. Im Keller werden Gerichtsaltertümer als Sachzeugen des mittelalterlichen Gerichtswesens gezeigt.

Das BürgerzimmerHier fühlt man sich wie bei "Großmutter in der guten Stube". Kanapee und Vitrine, Säulentisch und Regulator- und natürlich fehlen nicht die passende Bestuhlung und dazu ein Prachtstück von einem "Stiefelknecht". In der Vitrine sind Gebrauchsporzellan und Kupfergeschirr aus dem 18./19.Jh. zu sehen; steinzeitliche Funde zeugen von der frühen Besiedlung dieser Gegend. Und auch hier finden wir Bierkrüge als Reminiszenz an das Bernauer Bier.

Über Jahrhunderte galt es als das Beste der Mark Brandenburg. Es wurde ob seines Wohlgeschmackes und seiner Haltbarkeit, auch in vielen Städten und Gemeinden außerhalb Brandenburgs geführt und gezapft. Zu einem besonderen Erlebnis wird der Besuch, wenn der alte Musikautomat in Betrieb gesetzt wird. Natürlich nur von Mitarbeitern des Museums! Lassen Sie sich von seinen Klängen zurückversetzen in die Zeit der Gaslaternen und Troddelsofas…

Sonderausstellungen und Hussitenzimmer

Im Erdgeschoss finden wir einen Raum, welcher der Darstellung der Begegnung Bernaus mit den Hussiten 1432 gewidmet ist. Im Mittelpunkt stehen hier Bilder von Prof. Stürmer und Dr. Friedrich. In einem weiteren Raum werden aus aktuellen Anlässen Sonderausstellungen gezeigt, dabei sei die in der Weihnachtszeit gezeigte Spielzeugausstellung besonders erwähnt.

 
 
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